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	<title>ETAGE ArtMarkt Kunst-Newsblog</title>
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	<description>Sporadisches Tagebuch von Dr. Horst Kerlikowsky über zeitgenössische Kunst, Künstler, Sammler, Sponsoren, Preise, Ausstellungen, Kunstmessen, Auktionen, Museen, Kauf- und Verkaufsmöglichkeiten und praktische Tipps</description>
	<lastBuildDate>Wed, 06 Apr 2011 17:27:27 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kunstmarkt Frühjahr 2011: Richter und Raysse mit Spitzenpreisen</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 14:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auktionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei den jüngsten Londoner Auktionen für moderne und zeitgenössische Kunst gab es wieder kaum noch nachvollziehbare Preisrekorde. Mit an der Spitze stand der deutsche Künstler Gerhard Richter, dessen 2 x 2 Meter großes Werk „Abstraktes Bild“ von 1990 von Sotheby’s bei einem Schätzpreis von 5-7 Millionen Pfund für 6,4 Millionen Pfund (7,5 Millionen €) versteigert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den jüngsten Londoner Auktionen für moderne und zeitgenössische Kunst gab es wieder kaum noch nachvollziehbare Preisrekorde. Mit an der Spitze stand der deutsche Künstler Gerhard <strong>Richter</strong>, dessen 2 x 2 Meter großes Werk „Abstraktes Bild“ von 1990 von <span style="text-decoration: underline;">Sotheby’s</span> bei einem Schätzpreis von 5-7 Millionen Pfund für 6,4 Millionen Pfund (7,5 Millionen €) versteigert wurde. Eine Sensation verzeichnete <span style="text-decoration: underline;">Christie’s</span> mit dem 184 x 134 cm großem Bild von Martial <strong>Raysse „</strong>L’année dernière à Capri“ von 1962. Bei einem Schätzpreis von 1-1,5 Millionen Pfund war es einem Käufer 3,6 Millionen Pfund (4,2 Millionen €) wert. Damit wurde Raysse, in Deutschland ziemlich unbekannt, der teuerste lebende französische Künstler.</p>
<p><strong>Raysse war in den 70er Jahren von Gunter Sachs </strong>gekauft und ausgestellt worden. Ich selbst hatte zu der Zeit von Raysse eine Grafik-Edition verlegt, die hauptsächlich in Frankreich gefragt war. Ein Blatt davon ist unter <a href="http://www.etage-info.de/art">www.etage-info.de/art</a> zu sehen. Die Grafik hatte vor längerer Zeit ein Sammler preiswert erworben. Er erwartet nun über meine Kunst-Datenbank natürlich ein lukrativeres Kaufangebot.</p>
<p><strong>Die Preise für zeitgenössische Kunst </strong>scheinen von Auktion zu Auktion ein höheres Niveau zu erreichen. Dazu tragen die weltweiten Verkäufe übers Internet und Telefon immer mehr bei. Vor allem für Russen und Asiaten scheint der Kunstbesitz viel Prestige zu bringen. In London versteigerte in der vergangenen Woche Sotheby’s 54 der 59 angebotenen Lose für 44,3 Millionen Pfund (52,2 Millionen €), Christie’s 58 von 63 Losen für 61,4 Millionen Pfund (72 Millionen €) und das auf sehr junge Kunst spezialisierte Auktionshaus <span style="text-decoration: underline;">Philips de Pury</span> mit dem Versteigern von 24 der 29 Lose 5,4 Millionen Pfund (6,3 Millionen €). Die sicherste Bank sind beim Verkauf zeitgenössischer Kunst Bilder von Andy <strong>Warhol. </strong>Der gegenwärtig wichtigste und finanzstärkste Händler Larry <strong>Gagosian, </strong>der rund um den Globus Galerien betreibt, zahlte für ein monumentales „Self-Portrait“ Warhols bei einem Schätzpreis von 3-5 Millionen  schließlich 9,6 Millionen Pfund (11,3 Millionen €) (Financial Times, London 12.1104.41 / FAZ, London 18.1104.42 / ETAGE MediaSelection 24.02.11).</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.<br />
</span></p>
<p><span class="titel_normal">Kunstmarkt Herbst 2010: Zeitgenössische schlägt moderne Kunst</span></p>
<p>An dem Tag im September 2008, als der britische Künstler Damien<strong> Hirst </strong>aus seinem Bestand Kunstwerke für <strong>70.545.100 Britische Pfund (damals </strong>78439.042 €) bei <span style="text-decoration: underline;">Sotheby’s</span> in London versteigern ließ, brach <span style="text-decoration: underline;">Lehman Brother’s</span> in New York zusammen – und damit stürzten die Preise für moderne und zeitgenössische Kunst auf das Niveau von 2007 hinab. Seit ende letzten Jahres kletterten sie wieder auf Kunstmessen und auf Auktionen in Schwindel erregende Höhen.</p>
<p><strong>Moderne und zeitgenössische Kunst </strong>haben sich in der Finanzkrise als eine der besten und wertbeständigsten Anlagen erwiesen. Die Londoner <span style="text-decoration: underline;">Financial Times</span> veröffentlichte im Herbst Indices für moderne Kunst (beginnend Anfang des 19. Jahrhunderts) und für zeitgenössische Kunst (nach 1945). Allerdings ist die Abgrenzung nicht genau. <strong>Picasso</strong> war auch nach dem Weltkrieg aktiv, wird aber zu den modernen und nicht zeitgenössischen Künstlern gezählt.</p>
<p><strong>Die Preise der 100 berühmtesten modernen Künstler</strong> wie <strong>Picasso,</strong> <strong>Léger </strong>oder <strong>Matisse</strong> stiegen von 2006 bis 2008 um 200 %. Sie hatten nach der Pleite von Lehmann Brother’s ihren Tiefpunkt im Januar 2010 erreicht. Seitdem erhöhten sich die Preise um 25 %. Es wird mit jährlichen Preissteigerungen von 7 bis 9 % gerechnet.</p>
<p><strong>Die Preise der 10 teuersten zeitgenössischen Künstler</strong> stiegen von 2006 bis September 2008 sogar um 340 %, die der in der Preisskala dahinter liegenden 80 Künstler um 240 %. Der Zusammenbruch von Lehman Brother’s riss die Preise für zeitgenössische Kunst wieder nach unten; doch seit April 2010 gab es bereits wieder einen Preisanstieg von 20 %, der auch die Steigerungsrate für die nächsten Jahre sein soll (Financial Times, London 27.1009.41).</p>
<p><strong>Bei den Auktionen und Kunstmessen </strong>seit Anfang November 2010 hat sich der Trend mehr als bestätigt. So gelang es <span style="text-decoration: underline;">Philips de Pury &amp; Company,</span> das Bild von Andy<strong> Warhol</strong> ‚Men in Her Life’ für<em> </em>63.362.500 $ zu verkaufen und für neun Werke anderer zeitgenössischer Künstler jeweils über eine Million $ zu erzielen. Insgesamt wurde an einem Abend zeitgenössische Kunst für insgesamt 136 Millionen $ verkauft. Einen Tag später erzielte das Auktionshaus <span style="text-decoration: underline;">Christie’s</span> mit zeitgenössischer Kunst 137 Millionen $.</p>
<p><strong>Das Angebot vom dritten großen Auktionshaus </strong><span style="text-decoration: underline;">Sotheby’s</span> brachte es auf „nur“ 36 Millionen $ Verkaufserlöse (plus Kommissionsaufschläge auf 44 Millionen $). Sotheby’s hatte ein weniger spektakuläres Angebot. Zum teuersten Bild und einzigem, das über eine Million $ brachte, wurde eine Arbeit des Amerikaners Wayne<strong> Thiebaud</strong> mit 1,55 Millionen $. Er zählt zwar zu den Pop-Künstlern; aber als Jahrgang 1920 nicht mehr zu den Zeitgenossen.</p>
<p><strong>Deutsche Künstler haben international </strong>in den letzten Jahren stark an Renommee auf Kunstmessen und Auktionen gewonnen. Für ein Bild von<strong> </strong>Thomas<strong> Schütte </strong>wurden bei Philips de Pury  4.114.500 $ gezahlt. Jonathan<strong> Meese</strong>, Anselm<strong> Kiefer</strong>, Gerhard<strong> Richter</strong>, Rosemarie<strong> Trockel </strong>und Isa<strong> Genzken</strong> sind jüngst auf der <span style="text-decoration: underline;">Art Basel Miami Beach</span> mit Arbeiten zu Preisen von einigen hunderttausend $ vertreten – und fanden Käufer.</p>
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		<title>Künstler: Nur im eigenen Land bekannt</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 14:45:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zur Person]]></category>

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		<description><![CDATA[Im März ist Martial Raysse zum teuersten lebenden französischen Künstler geworden. Vom Auktionshaus Christie’s in London wurde ein Bild von ihm bei einem Schätzpreis von 1-1,5 Millionen Pfund für 3,6 Millionen Pfund (ca. 4,2 Millionen €) versteigert. Der Preis ist nicht erstaunlich. Für mich war erstaunlicher, daß viele deutsche Künstler, Galeristen und Auktionatoren, mit denen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im März ist <strong>Martial Raysse </strong>zum teuersten lebenden französischen Künstler geworden<strong>. </strong>Vom Auktionshaus <span style="text-decoration: underline;">Christie’s</span> in London wurde ein Bild von ihm bei einem Schätzpreis von 1-1,5 Millionen Pfund für 3,6 Millionen Pfund (ca. 4,2 Millionen €) versteigert. Der Preis ist nicht erstaunlich. Für mich war erstaunlicher, daß viele deutsche Künstler, Galeristen und Auktionatoren, mit denen ich mit einigem Stolz über Raysse sprach, fast ausnahmslos den Namen nicht kannten. Mein Stolz liegt darin, daß ich bereits 1973 in Paris eine Grafik von ihm ediert hatte. Seit einiger Zeit ist diese auch in meiner Kunst-Datenbank im Internet zu sehen. Es fand sich bisher kein Interessent; trotz eines moderaten Preises. In Hamburg, Berlin oder München scheint das Interesse und die Kenntnis zeitgenössischer Kunst in Frankreich gering zu sein.</p>
<p> <strong>In Frankreich ist die Bibliothèque nationale </strong>zuständig für das Sammeln von Grafiken. In ihrem Katalog von 1973 über die wichtigsten Neuzugänge findet sich bereits das Blatt von Martial<strong> Raysse</strong>. Es werden auch Arbeiten deutscher Künstler wie Joseph <strong>Beuys,</strong> Johnny <strong>Friedländer, </strong>Hans<strong> Hartung,</strong> Dieter<strong> Rot</strong>, Wolf<strong> Vostell*, </strong>Paul <strong>Wunderlich </strong>und die in Paris lebenden Peter<strong> Klasen* </strong>und Jan<strong> Voss* </strong>mit Grafik-Blättern auf den 52 Seiten des Katalogs mit Abbildungen vorgestellt.</p>
<p> <strong>Die Bibliothèke nationale macht bei ihrer Sammlung </strong>vor Grenzen<strong> </strong>anderer Länder nicht halt.<strong> </strong>Sie veröffentlichte in dem Katalog auch Abbildungen von Grafiken der Künstler Eduardo <strong>Arroyo* </strong>(Spanier), Lourdes<strong> Castro* </strong>(Portugiesin),<strong> </strong>Richard<strong> Hamilton,</strong> David<strong> Hockney (</strong>Briten), Wolfgang <strong>Gäfgen*</strong> (Schweizer), Jim<strong> Dine,</strong> Roy<strong> Lichtenstein, </strong>James<strong> Rosenquist </strong>(Amerikaner), Hervé <strong>Télémaque* </strong>(Haitianer),<strong> </strong>die „Klassiker“ Marc <strong>Chagall, </strong>Joan<strong> Miro</strong> und Pablo <strong>Picasso</strong> sowie von anderen Ausländern, die zum Teil in Paris lebten oder gelebt hatten.</p>
<p> <strong>Grafik-Editionen von mir waren in dem Katalog zu finden </strong>von den Künstlern Hervé<strong> Télémaque* </strong>und Joel <strong>Kermarrec* (Belgier)</strong>. Das waren also inklusive der Arbeit von Raysse in dem Katalog für 1973 drei meiner Editionen. Andere Künstler, die in dem Katalog mit Arbeiten abgebildet waren und die ich mit anderen Motiven verlegt hatte, sind oben mit dem Sternchen (*) gekennzeichnet. Dazu kommen die Künstler Henri<strong> Cueco</strong>, Jacques<strong> Monory, </strong>Gérard<strong> Titus-Carmel </strong>und Antonio<strong> Segui. </strong>Von einigen finden Sie Arbeiten auf meiner Kunst-Hompage.</p>
<p><strong> </strong><strong>Eigentlich wollte ich nur an dem Beispiel Raysse illustrieren</strong>, wie in Frankreich beim „staatlichen Sammeln“ von Grafiken in der Bibliothèke nationale über die Landesgrenzen geschaut wird und entsprechend gesammelt wird. Hier weiß man nicht einmal in Berlin, was in München, Köln oder Hamburg passiert und umgekehrt. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, daß Deutschland ein föderativer Staat ist, in dem jede Landesregierung sich möglichst nur mit in ihrer Region ansässigen Künstlern schmücken will. Der Blick über die Grenzen in andere Länder wird häufig unterlassen.</p>
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		<title>Berlins Ruf als Kunststadt leidet unter Abwanderungen</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 22:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Galerien]]></category>

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		<description><![CDATA[„Berlin ist eine Reise wert“, lautete jahrelang der Werbespruch von Berlin. Und es stimmte und stimmt auch heute noch, daß allein wegen der Kunst die Stadt eine Reise wert ist. Die Museumslandschaft und die großen staatlichen wie privaten Galerien sind eine Reise wert. Die Aufbruchstimmung nach der Wiedervereinigung – und niedrige Mieten – zogen Künstler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„</strong>Berlin ist eine Reise wert“, lautete jahrelang der Werbespruch von Berlin. Und es stimmte und stimmt auch heute noch, daß allein wegen der Kunst die Stadt eine Reise wert ist. Die Museumslandschaft und die großen staatlichen wie privaten Galerien sind eine Reise wert. Die Aufbruchstimmung nach der Wiedervereinigung – und niedrige Mieten – zogen Künstler wie Galeristen magnetisch an; doch inzwischen ist Nüchternheit eingekehrt.</p>
<p><strong>Die Galerie <span style="text-decoration: underline;">Vernison</span>, die zum Londoner Auktionshaus <span style="text-decoration: underline;">Christie’s</span>. gehört</strong>, schließt wieder in Berlin. Sie hatte gerade noch ein Highlight nach Berlin gebracht, eine Ausstellung von <strong>Yoko ONO</strong>. Der Direktor der Galerie, <strong>Matt CAREY-WILLIAMS,</strong> resümiert gegenüber der Londoner <span style="text-decoration: underline;">Financial Times</span> nüchtern: „Andere Galerien haben dasselbe gemacht wie wir, sie eröffneten eine Galerie und schlossen sie wieder“. Er beschreibt Berlin als „Europas Peking“. Es ist ein Ort mit Galerien und Künstlern, aber kein zentraler Kunstmarkt. „London und New York sind die Kernmärkte für Kunst“.</p>
<p> <strong>Den Schritt zurück aus Berlin haben  auch andere Galeristen und Auktionshäuser gemacht. </strong>Die Stadt leidet darunter, daß im Umland, eben der einstigen DDR, sich die Bildende Kunst nicht entfalten konnte. Viele talentierte Künstler erhielten keine Möglichkeit, ihre Werke auszustellen, weil sie den Vorstellungen der Partei nicht entsprachen. Die wenigen privaten Galerien, die es gab, waren zu unbekannt, um das Interesse größerer Kreise zu wecken. Es ist eben eine alte Erfahrung, daß Kunstinteresse meist von Generation zu Generation weiter gereicht wird. Da das Bürgertum in dem Arbeiter- und Bauernstaat DDR zum großen Teil vertrieben wurde (Akademikerkinder durften meist nicht studieren, selbst Kleinunternehmer wurden zum großen Teil enteignet), konnte sich ein Kulturleben, das dem westlichen vergleichbar war, nicht entwickeln. Auch West-Berlin erlebte die Abwanderung eines Großteils der Bürgerschicht, die in der geteilten Stadt keine berufliche und finanzielle Basis fand. Darunter leidet noch die ganze Region. Und auch darunter, daß das Vermögen der Einwohner im Vergleich zu dem von Westdeutschen viel kleiner ist. Also gibt es auch wenig Kunstkäufer in der Stadt.</p>
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		<title>Zuviel Kunst macht Kaufen schwer</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 17:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmessen]]></category>

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		<description><![CDATA[ Berlin ist als Kunstmessestadt in den letzten Jahren mehr in den Fokus von Kunstliebhabern gerückt. Das art forum berlin - The International Art Show in den Hallen der Messe Berlin am Funkturm präsentiert jedes Jahr im Herbst Galerien aus aller Welt. Dieses Jahr zeigten 100 Galerien aus 18 Ländern 2 000 Künstler. 
 
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			<content:encoded><![CDATA[<p> Berlin ist als Kunstmessestadt in den letzten Jahren mehr in den Fokus von Kunstliebhabern gerückt. Das <span style="text-decoration: underline;">art forum berlin &#8211; The International Art Show</span> in den Hallen der <span style="text-decoration: underline;">Messe Berlin</span> am Funkturm präsentiert jedes Jahr im Herbst Galerien aus aller Welt. Dieses Jahr zeigten 100 Galerien aus 18 Ländern 2 000 Künstler. Naturgemäß sind Berliner Galerien zahlreich in der Hoffnung vertreten, Messebesucher in ihre Galerien in der Innenstadt zu locken.</p>
<p> <strong>Die ganz junge, aktuelle Kunst ist vorherrschend beim art forum.</strong> Damit soll sich die Berliner Veranstaltung von vielen etablierten Kunstmessen im In- und Ausland unterscheiden. Allerdings garantiert junge, aktuelle Kunst nicht Qualität. Das dürfte der Grund sein, warum die großen Kunstsammler mit viel Geld aus dem In- und Ausland kaum auf dem art forum zu sehen sind. Die von der führenden Messe <span style="text-decoration: underline;">Art Basel</span> abgeworbenen Direktoren des art forums, <strong>Eva-Maria HÄUSLER</strong> und <strong>Peter VETSCH, </strong>versuchen, neue Akzente zu setzen; doch Veränderungen brauchen Zeit. Glück für die Direktoren ist, daß sie mit dem Geschäftsführer der Messe Berlin, <strong>Dr. Christian GÖKE</strong>, einen kunstbegeisterten und engagierten Partner haben.</p>
<p> <strong>Wegen einer Kunstmesse nach Berlin fahren?</strong> Das ist wahrscheinlich vielen Kunstliebhabern zu aufwendig. So ist wohl die Idee entstanden, zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten in Berlin eine Reihe weiterer Kunst-Präsentationen mit Messecharakter zu veranstalten. So war auf dem Ausstellungsgelände am Funkturm nicht nur das art forum zu finden, sondern auch die <span style="text-decoration: underline;">abc-Art Berlin Contemporary</span>, die den Fokus auf Fotografie, Videos und Installationen bot und die Bedeutung des Films für die zeitgenössische Kunst aufzeigte.</p>
<p> <strong>In Stadtmitte, in dem Gebäude der früheren Münzprägeanstalt,</strong> war die Messe für aktuelle Kunst und Fotografie <span style="text-decoration: underline;">Berliner Liste</span> zu finden. Dort wurden von 107 Galerien aus 16 Ländern circa 200 Künstler gezeigt. Die Zahl der ausstellenden Galerien ist geringer geworden; die meisten Künstler präsentieren sich selbst. Im stillgelegten Flughafen Tempelhof war zusätzlich die Messe <span style="text-decoration: underline;">Preview</span> zu sehen, die vom Konzept her wohl dem art forum am nächsten ist. Immerhin haben die Veranstalter 60 Galerien aus 19 Ländern akquiriert. Die Organisatoren <strong>Kristian JARUMSCHEK, Rüdiger LANGE </strong>und <strong>Ralf SCHMITT </strong>setzen auf geringe Kosten für die Aussteller. Im ehemaligen Paketbahnhof, nahe am U-Bahnhof Gleisdreieck, zeigte die <span style="text-decoration: underline;">Stroke Artfair</span> „Urban Art“ von Künstlern, die bei ihren Arbeiten auf den Erfahrungen mit Graffitis und ähnlichen Straßenkunst-Techniken aufbauen. In einem früheren Schlachthof im Bezirk Friedrichshain gastierte der <span style="text-decoration: underline;">Kunstsalon</span>, in dem sich zumeist Künstler, die nicht von einer Galerie vertreten werden, ihre Arbeiten gegen eine Gebühr ausstellen konnten. Schließlich zeigte in Kooperation mit dem art forum die <span style="text-decoration: underline;">Universität der Künste </span>(UdK) in ihrem Gebäude in der Hardenbergstraße nahe dem Zoo die Ausstellung <span style="text-decoration: underline;">Update</span>. In 16 Kojen wurden 16 &#8220;one-man-shows&#8221; eingerichtet. Gezeigt wurden unterschiedliche Positionen der Künstler in Malerei, Fotografie, Video, Skulptur und Neue Medien.</p>
<p> <strong>Kein Kunstinteressierter, der einen Beruf ausübt, kann die Zeit aufbringen,</strong> um alle diese Veranstaltungen zu besuchen oder wenigstens einige von ihnen. Vor allem kann kaum jemand das Gesehene verarbeiten, auch wenn er nur in eine der Messen geht. Selbst ein längerer Blick auf ein Werk, das ein Betrachter besonders schön bzw. gut findet (das hören Künstler und Galerist lieber), ist zu Hause an der Wand dann doch nicht der Blickfang, der es sein sollte. Ich habe diesmal dreimal das art forum besucht und nur Stippvisiten bei anderen Kunstmessen gemacht. Ich halte mich gewöhnlich nie länger als eine bis zwei Stunden in Museen oder anderen Ausstellungen auf, weil ich nicht mehr verarbeiten kann. Als Kunsthändler habe ich häufig die Möglichkeit genutzt, das Werk eines Künstlers, bei dem ich in Hinblick auf seine Qualität unsicher war, im Büro oder der Wohnung einfach ein paar Tage auf den Boden zu legen oder an die Wand zu stellen. Dann war ich in meinem Urteil sicher.</p>
<p><strong> </strong><strong>Die Erfahrung hat mich zu einem neuen Konzept des Kunsthandels animiert</strong>. Im Internet werden auf meiner Homepage inzwischen über 250 Kunstwerke der verschiedensten Bereiche, also Bilder, Zeichnungen, Grafiken, Objekte (Multiples), Handpresssendrucke und auch Bücher über Kunst und Künstler präsentiert, die man sich in Ruhe zu Hause ansehen kann. Mit einem Klick können die Abbildungen vergrößert werden, so daß die Werke besser zu beurteilen sind.</p>
<p> <strong>Um keinen Käufer unter Druck zu setzen, räume ich diesen das Recht ein,</strong> nicht nur während der gesetzlichen Frist ein Werk zurückzugeben, sondern es bis zu 30 Tage zu behalten. Länger dürfte niemand brauchen um festzustellen, ob auf Dauer ein Kunstwerk in den eigenen vier Wänden gefällt.</p>
<p> <strong>PS zum art forum: </strong><strong>wichtiger sind FRIEZE und FIAC</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>In Europa folgten terminmäßig dem Berliner art forum die Kunstmärkte: <span style="text-decoration: underline;">FRIEZE</span> in London und <span style="text-decoration: underline;">FIAC</span> in Paris</strong> <strong>sowie erstmals die Multiplied in London</strong>. Die wichtigere ist zweifellos FRIEZE, die vom Konzept her wie die Berliner Messe junge Kunst zeigt, aber auf einem höherem Niveau; denn bei der FRIEZE stellen viele der einflußreichsten Galerien aus aller Welt aus. Sie präsentieren Künstler-Stars wie <strong>Damien HIRST </strong>oder <strong>Susan HILLER</strong>; für die gerade eine Retrospektive in der Londoner <span style="text-decoration: underline;">Tate Gallery</span> vorbereitet wird. Die ausstellenden Galerien zeigten nicht nur die Werke ihrer Künstler, sondern verkauften einen Großteil davon.</p>
<p> <strong>Es folgte die FIAC in Paris mit fünf Satelliten-Veranstaltungen.</strong> Werke von <strong>Alexander Calder  </strong>und <strong>David Hockney</strong> illustrieren das Niveau der Kunstmesse. Ein Highlight für den Kunsthandels-Platz Paris war, daß zur FIAC die größte und finanziell wohl am besten ausgestattete Galerie-Kette der Welt, <span style="text-decoration: underline;">Gregorian</span>, in Paris ihre neunte Galerie eröffnete.</p>
<p> <strong>In London gab es in den Räumen des Auktionshauses <span style="text-decoration: underline;">Christie’s</span></strong> in South Kensigton zur Zeit der FRIEZE eine neue Messe, die <span style="text-decoration: underline;">Multiplied.</span> Gezeigt wurden hauptsächlich Grafik-Editionen, aber auch Fotos, Videos und Skulpturen. Die Messe kopiert die Idee der New Yorker <span style="text-decoration: underline;">Edition</span><span style="text-decoration: underline;">s and Artists Book Fair.</span> Die Preise für Editionen beginnen bei 50 €, in der mittleren Preislage wird beispielsweise eine Grafik von <strong>Eduardo PAOLOZZI </strong>für 1.429 € gehandelt. Grafiken von <strong>Andy WARHOL </strong>kosten einige Tausend €.</p>
<p> <strong>Daß auch Druckgrafiken Preise in Millionenhöhe erzielen können,</strong> die früher nur für ganz wenige Ölbilder gezahlt wurden, hat sich dieses Jahr bereits zweimal erwiesen. Im Juli erreichte die Grafik von <strong>Edvard MUNCH</strong> „Madonna“ bei einer Versteigerung von <span style="text-decoration: underline;">Bonhams</span> in London 1,3 Millionen € (mit Aufgeld 1,5 Millionen €). Das war ein Weltrekord für Grafikpreise. Im September wurde die Grafik von <strong>Pablo PICASSO „</strong>La Minotauromachie“ bei <span style="text-decoration: underline;">Sotheby’s</span> mit 1,460 € Millionen € noch teurer verkauft. 18.10.10.</p>
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		<title>Viele Künstler und wenig Kunst</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 17:29:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>

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		<description><![CDATA[ Seit Jahrzehnten höre ich immer wieder die Klage von Künstlern und ihren Freunden, daß es so schwer ist, eine Galerie zu finden, die sie ausstellt oder wenigstens ihre Arbeiten unter anderen anbietet. Und Künstler klagen immer wieder, Galerien verlangen zu hohe Verkaufsprovisionen. Deshalb seien sie nicht bereit, in einer Galerie auszustellen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Zahl der Galerien ist größer als die guter Künstler</strong></p>
<p><strong> </strong>Seit Jahrzehnten höre ich immer wieder die Klage von Künstlern und ihren Freunden, daß es so schwer ist, eine Galerie zu finden, die sie ausstellt oder wenigstens ihre Arbeiten unter anderen anbietet. Und Künstler klagen immer wieder, Galerien verlangen zu hohe Verkaufsprovisionen. Deshalb seien sie nicht bereit, in einer Galerie auszustellen.  Bei den zuletzt genannten Künstlern ist anzunehmen, daß sie keinen Galeristen  gefunden haben, der ihre Werke zeigen und verkaufen will. Nie scheint diesen Künstler der Gedanke zu kommen, daß ihre Werke einfach nicht gut genug sind. Sie leben dennoch teilweise ganz gut vom Kunstverkauf, wenn sie genug Bekannte und Freude haben, die nichts von Kunst verstehen.</p>
<p> <strong>Eigentlich suchen Galeristen händeringend Künstler.</strong> Das ergibt sich einfach aus den Mechanismen des Kunstbetriebes. Galerien müssen in der Regel mindestens alle zwei Monate eine neue Ausstellung präsentieren, das heißt, sie müssen mindestens sechs Künstler im Jahr ausstellen. Da sie im Jahr danach nicht Werke derselben Künstler zeigen können, bedeutet das für den Galeristen, er muß weitere sechs Künstler im Programm haben, also zumindest zwölf.</p>
<p><strong>In Berlin gibt es circa 500 Galerien, die regelmäßig Künstler ausstellen. </strong>Das heißt, bei sechs Ausstellungen pro Jahr müssen sie mindestens 3.000 Künstler präsentieren können bzw. innerhalb von zwei Jahren 6.000. Wo und wie aber findet man so viele, die ausstellungswürdig sind? Die gibt es nicht. Also werden auch untalentierte gezeigt, vor allem von neuen Galerien, die von guten und etablierten Künstlern gemieden werden.</p>
<p><strong> </strong><strong>Das Problem potenziert sich bei den Kunstmärkten in aller Welt</strong>, auf denen eigentlich nur la Crème de la Crème ausgestellt werden sollte. Die wenigen renommierten Messen wie <span style="text-decoration: underline;">ART Basel</span>, <span style="text-decoration: underline;">FRIEZE</span> in London oder FIAC in Paris schaffen es, die besten etablierten wie aufstrebende Künstler zu zeigen. Auf den anderen Messen ist das Angebot von wahrer Qualität zwangsläufig klein und vielfach eigentlich nicht messewürdig; auch wenn es, quasi als Raritäten, sehr gute Werke zu sehen und zu kaufen gibt.</p>
<p>19.10.10</p>
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		<title>Kunst aus Banken- und Unternehmens-Pleiten belebt Auktionen</title>
		<link>http://www.etage-info.de/newsblog/?p=44</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 10:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstmarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gehörte zum Selbstverständnis der Vorstände der weltweit agierenden Banken und anderen Finanzinstituten, Kunst zusammeln. Preise spielten meist keine Rolle; denn die Banker verstanden meist wenig vom Wert. Und in den tollen Zeiten, in denen man Kunden mit hohen Renditeversprechen Anlagen verkaufte und dabei hohe Provisionen verdiente, machten ja auch ein Nachdenken über Kunstpreise überflüssig. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><span style="font-family: Georgia,serif;">Es gehörte zum Selbstverständnis der Vorstände der weltweit agierenden Banken und anderen Finanzinstituten, Kunst zusammeln. Preise spielten meist keine Rolle; denn die Banker verstanden meist wenig vom Wert. Und in den tollen Zeiten, in denen man Kunden mit hohen Renditeversprechen Anlagen verkaufte und dabei hohe Provisionen verdiente, machten ja auch ein Nachdenken über Kunstpreise überflüssig.</span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;">Die Pleite von </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="text-decoration: underline;">Lehman Brothers</span></span><span style="font-family: Georgia,serif;"> spülte eine der größten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in die Auktionssäle. Allerdings hält sich die Begeisterung der Auktionatoren wie potentieller Käufer in Grenzen; denn die Schwäche der Kunstsammlungen von Unternehmen ist, daß sie „politically correct“ sein müssen, also Kunstwerke, die Anstoß erregen könnten, nicht gekauft wurden. Außerdem haben „Zwangsverkäufe“ auf Grund von Pleiten einen negativen Beigeschmack bei potentiellen Käufern.</span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;">Wahrscheinlich sind deshalb die ersten 283 der 650 Kunstwerke von Lehman Brothers von dem in Philadelphia ansässigem Auktionshaus </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="text-decoration: underline;">Freeman</span></span><span style="font-family: Georgia,serif;">, also nicht von den großen New Yorker Auktionshäusern, versteigert worden. Da die Schätzpreise sehr niedrig angesetzt waren, fanden alle Angebote einen Käufer. Das ergab eine Einnahme von 1,35 Millionen $. Der höchste Preis wurde dabei für </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><strong>Roy Lichtensteins</strong></span><span style="font-family: Georgia,serif;"> Grafik „I Love Liberty“ von 1982 mit 49.000 $ erzielt.</span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;">Von Unternehmenspleiten profitieren auch andere Auktionshäuser. </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="text-decoration: underline;">Bonhams and Butterfields</span></span><span style="font-family: Georgia,serif;"> verkaufte Kunst des in die Pleite gerutschten kalifornischen Rechtsanwaltsbüro </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="text-decoration: underline;">Heller Ehrman</span></span><span style="font-family: Georgia,serif;">. In Italien bescherte der Niedergang der Fluggesellschaft </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="text-decoration: underline;">Alitalia SpA</span></span><span style="font-family: Georgia,serif;"> dem Auktionshaus </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="text-decoration: underline;">Finarte</span></span><span style="font-family: Georgia,serif;"> ein großes Angebot von zeitgenössischer Kunst.</span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;">Die Auktionshäuser sind froh, auf diese Weise Kunstwerke zu erhalten; denn nach dem Rückgang der Preise nach dem Ausbruch der Finanzmarktkrise ist es für sie schwer, Kunstbesitzer zum Verkaufen zu animieren. Wenn diese nicht unbedingt dringend Geld brauchen, sei es wegen Steuernachzahlungen oder Erbstreitigkeiten, werden vor allem Spitzenwerke nicht aus der Hand gegeben.</span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;">Allerdings wird rare und exzellente Kunst auch in schlechten Zeiten hoch bezahlt. Das zeigt sich nicht zuletzt an den Auktionsergebnissen für Skulpturen von </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><strong>Alberto Giacometti </strong></span><span style="font-family: Georgia,serif;">(1901-1966). Im November 2009 brachte die Figur „L’homme qui chavire“ bei einer Sotheby’s-Auktion in New York bei einem Schätzpreis von 8 bis 12 Millionen $ einen Auktions-Verkaufspreis von 19,3 Millionen $. Anfang Februar dieses Jahres wurde seine lebensgroße Figur „l’homme qui marche“ bei 65 Millionen Pfund (74 Millionen € bzw. 104 Millionen $) bei Sotheby’s in London zugeschlagen. Je nach Währung ist das wohl der höchste Auktionpreis, das je für ein Werk gezahlt wurde. Bisher galt das Gemälde „Dora Maar mit Katze“ von </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><strong>Pablo Picasso </strong></span><span style="font-family: Georgia,serif;">mit 95 Millionen $ als das teuerste. </span></p>
<p><span style="font-family: Georgia,serif;">Die Skulptur „l’hhomme qui marche“ von Giacometti hatte jahrelang die Vorstandsetage der </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="text-decoration: underline;">Dresdner Bank</span></span><span style="font-family: Georgia,serif;"> geziert. Nach der Fusion mit der </span><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="text-decoration: underline;">Commerzbank</span></span><span style="font-family: Georgia,serif;"> hieß es „weg mit der Pietät“. Der unerwartet hohe Erlös soll die Finanzierung von vorhandenen Kulturstiftungen dienen, sagt die Commerzbank. Mancher Steuerzahler hätte das Geld lieber zur Rückzahlung von Staatsgeldern, genauer Steuergeldern, gesehen; doch das wären nur Peanuts gewesen, hat doch die Commerzbank im vierten Quartal 2009 einen Verlust von 1,6 Milliarden € ausgewiesen. An der Bank hält der Steuerzahler ein Viertels des Aktienkapitals.</span></p>
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		<title>Zur Person</title>
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		<pubDate>Sat, 17 May 2008 20:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zur Person]]></category>

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		<description><![CDATA[Eva-Maria HÄUSLER (43) und Peter VETSCH werden ab 1. Januar 2009 als Co-Direktoren die Art Forum Berlin leiten. In diesem Jahr wird noch Sabrina van LEY für die Kunstmesse im Herbst verantwortlich sein, deren Veranstalter die Messe Berlin GmbH ist. Als Head of Operations wird Kirsten GÜNTHER für die organisatorische Kontinuität sorgen (siehe Rubrik KUNSTMESSEN). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eva-Maria HÄUSLER</strong> (43) und <strong>Peter VETSCH</strong> werden ab 1. Januar 2009 als Co-Direktoren die <u>Art Forum Berlin</u> leiten. In diesem Jahr wird noch <strong>Sabrina van LEY</strong> für die Kunstmesse im Herbst verantwortlich sein, deren Veranstalter die <u>Messe Berlin GmbH</u> ist. Als Head of Operations wird <strong>Kirsten GÜNTHER</strong> für die organisatorische Kontinuität sorgen (siehe Rubrik KUNSTMESSEN).</p>
<p><strong>Dr. Christian GÖKE</strong>, für die Art Forum verantwortlicher Geschäftsführer der Messe Berlin GmbH, hat mit den neuen Co-Direktoren ein erfahrenes und international versiertes Duo gefunden, das im Konkurrenzkampf der Kunstmessen in Europa Berlin international besser positionieren wird. Dafür bringen beide beste Voraussetzungen mit.</p>
<p>Eva-Maria Häusler studierte spanische und französische Literatur und Linguistik an der Universität Basel. Von 1997 bis 2007 war sie in unterschiedlichen Leitungsfunktionen bei der <u>MCH Messe Schweiz</u> tätig, darunter die letzten sieben Jahre als Show Manager der internationalen <u>Kunstmesse Art Basel</u>. Sie wird der Messe Berlin bereits in den kommenden Wochen zur Verfügung stehen, ohne jedoch ins operative Geschäft des Art Forums Berlin 2008 direkt einzugreifen.</p>
<p>Peter Vetsch studierte Kunstgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Publizistik an der Universität Zürich. Von 1988 bis 1998 war er Chefredakteur der Kunstzeitschrift <em>ARTIS Zeitschrift für neue Kunst und von 1999 bis 2000 stand er den Zeitschriften Ideales Heim und Atrium</em> vor. Seit 2000 ist er Communications-Manager der beiden Kunstmessen <u>Art Basel</u> und <u>Art Basel Miami Beach</u>. Er wird ab Herbst für das Art Forum Berlin tätig werden (8051).</p>
<p>*****</p>
<p><strong>Daniel BIRNBAUM</strong> (45), seit 2001 Rektor der <u>Städelschule</u> (Staatliche Hochschule für Bildende Künste) in Frankfurt und zusätzlich Direktor der angeschlossenen Ausstellungshalle <u>Portikus</u>, ist zum Direktor der <u>Biennale Venedig 2009</u> gewählt worden. Er war bereits Co-Kurator der 50. Biennale im Jahr 2003 (8041).</p>
<p>Birnbaum, 1963 in Schweden geboren, ist ein Außenseiter im öffentlichen Kunstbetrieb. Er hat den großen Vorteil, in der Schweiz, Österreich und in den USA aufgewachsen zu sein und in den Staaten, Schweden sowie Deutschland studiert zu haben. In Philosophie hat er promoviert. Kunstgeschichte war ein Nebenfach für ihn. Während des Studiums übersetzte er klassische Literatur und philosophische Werke aus dem Deutschen und Französischen ins Schwedische. Danach arbeitete er für die schwedische Zeitung Dagens Nyheter als Kunstkritiker. Noch heute schreibt er sporadisch für Kunstpublikationen. Sein besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen Kunst und dabei dem Entdecken von Künstlern. Bei diesem Lebenslauf spricht viel dafür, daß er der Biennale Venedig neue Impulse gibt und der Besuch der verschiedenen Pavillons wieder zum globalen Ereignis wird (8042).</p>
<p>*****</p>
<p><strong>Martin ENGLER</strong> (41) wird im <u>Städel-Museum</u> Kustos für Kunst nach 1945. Er wechselt im Sommer von seiner Kuratortätigkeit im Kunstverein Hannover nach Frankfurt (8043).</p>
<p>*****</p>
<p><strong>Thomas KÖHLER</strong> wird ab Juli Stellvertretender Direktor der <u>Berlinischen Galerie</u>. Er wird hauptsächlich als Projekt- und Programmkoordinator tätig sein und soll Sponsoren für die Ausstellungen akquirieren. Er war bisher im <u>Kunstmuseum Wolfsburg</u> tätig (8044).</p>
<p><strong>Heinz STAHLHUT</strong>, wird Sammlungsleiter Bildende Kunst der <u>Berlinischen Galerie</u>. Er arbeitete bisher im <u>Museum Tinguely</u> in Basel (8045).</p>
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		<title>Mehr Geld für Kultur</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 17:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sponsoring]]></category>

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		<description><![CDATA[Milliarden Dollar fließen jedes Jahr von großen Unternehmen in das Sport-Sponsoring. Die Olympischen Spiele in Peking geben nach der Niederschlagung von Unruhen in Tibet und angrenzenden Regionen den Sponsoren jedoch Anlaß, darüber nachzudenken, ob zweistellige Millionen Dollarbeträge sinnvoll investiert sind; denn Menschenrechts-Organisationen greifen die Sponsoren massiv an. Nicht nur das zwingt die Manager in Unternehmen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Milliarden Dollar fließen jedes Jahr von großen Unternehmen in das Sport-Sponsoring. Die <u>Olympischen Spiele</u> in Peking geben nach der Niederschlagung von Unruhen in Tibet und angrenzenden Regionen den Sponsoren jedoch Anlaß, darüber nachzudenken, ob zweistellige Millionen Dollarbeträge sinnvoll investiert sind; denn Menschenrechts-Organisationen greifen die Sponsoren massiv an. Nicht nur das zwingt die Manager in Unternehmen, Sponsoring-Alternativen zu suchen und zu überlegen, ob nicht mehr Geld in Kultur-Sponsoring fließen sollte.</p>
<p><strong>Coca Cola ist seit 80 Jahren Förderer der Olympischen Spiele</strong> und spürt einen Bumerang-Effekt für das Engagement in Peking. Mit Coca Cola fürchten 60 Sponsoren und Ausrüster, darunter die deutschen Unternehmen <u>adidas</u> und <u>VW</u>, negative Effekte ihres Sponsorings. Die Gefahr besteht nicht nur durch die Politik des totalitären Staates, in denen Menschenrechte tagtäglich von Behörden verletzt werden und nach Schätzungen von <u>Amnesty International</u> jedes Jahr über 6 000 Todesurteile, vielfach aus politischen Gründen, vollstreckt werden.*</p>
<p><strong>Es gibt das zusätzliche Problem des Dopings im Spitzensport.</strong> Nicht nur die <u>Telekom</u> hat ihr Image dadurch ziemlich beschädigt. Außerdem sind die Summen, die bei Großereignissen, wie Olympische Spiele oder Fußball-Weltmeisterschaften, von Haupt-Sponsoren gezahlt werden müssen, im dreistelligen Millionbereich. Das können sich nur weltweit tätige Konzerne leisten. Aber auch in nationalen Märkten sind die Summen für Sponsoring in publikumswirksamen Sportarten, sprich mit Chancen auf TV-Übertragungen, in den letzten Jahren stark gestiegen. Es wird nach Alternativen gesucht.</p>
<p><strong>Tatsächlich nimmt die Förderung von Kulturinstitutionen zu.</strong> In Deutschland erhöhten sich die Sponsoringeinnahmen von Kulturinstituten 2007 um mehr als 100 % auf 6,7 % der Gesamteinnahmen. Die Beträge könnten entschieden höher sein, wenn nicht viele Verantwortliche in den Kulturinstitutionen geradezu fahrlässig Chancen vergeben würden. Nur 4 % verfügen über eine spezielle Sponsoringabteilung. 40 % betreuen allerdings bereits innerhalb ihrer Marketingabteilung ihre Förderer, wie eine Studie der Berliner Sponsoringagentur <u>Causales</u> ergab.<br />
<strong><br />
In Unternehmen wird dem Kultursponsoring immer mehr Beachtung geschenkt.</strong> Das zeigt sich daran, daß vor zwei Jahren noch 80 % von ihnen in einzelne Projekte oder Veranstaltungen investierten. Inzwischen gibt es vermehrt eine allgemeine, langfristigere Förderung der Kulturinstitute. Knapp zwei Drittel, meist Großunternehmen, engagieren sich kontinuierlich für mindestens zwei Jahre, wie die Studie von Causales zeigt. Herrscht in den Marketingabteilungen große Professionalität, weil allein aus Steuergründen Sponsorgeld sinnvoll eingesetzt werden muß, sind in den Kulturinstitutionen noch zu viele Laienspieler am Werke.</p>
<p><strong>* Eine klare Mehrheit der deutschen Manager spricht sich für ein Fernbleiben</strong> von der Eröffnungsfeier zu den Olympischen Spielen in Peking aus. Damit soll ein Zeichen gegen die Menschenrechtsverletzungen durch die chinesische Regierung gesetzt werden. Jeder Fünfte von 2 000 von dem Karrieredienstleister <u>Placement24</u> befragten Manager sieht sogar im Fernbleiben eine Option. Allerdings sehen genauso viele nach den Erfahrungen mit dem Boykott der Spiele in Moskau 1980 keinen Sinn in einem generellen Boykott der Spiele.</p>
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		<title>Berlin profitiert von Absagen in Düsseldorf und Frankfurt</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 10:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstmessen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei den Organisatoren der meisten deutschen Kunstmessen herrscht Katerstimmung. Die Fine Art Fair Frankfurt wurde wegen Erfolglosigkeit im vergangenen Jahr für 2008 abgesagt. Das Schicksal ereilte auch die dc duesseldorf contemporary. Das hilft nur bedingt der Art Cologne, sind doch dort die Organisatoren zerstritten. Von den Absagen sowie Streitigkeiten der Organisatoren in Köln dürfte die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei den Organisatoren der meisten deutschen Kunstmessen herrscht Katerstimmung.</strong> Die <u>Fine Art Fair Frankfurt</u> wurde wegen Erfolglosigkeit im vergangenen Jahr für 2008 abgesagt. Das Schicksal ereilte auch die <u>dc duesseldorf contemporary</u>. Das hilft nur bedingt der <u>Art Cologne</u>, sind doch dort die Organisatoren zerstritten. Von den Absagen sowie Streitigkeiten der Organisatoren in Köln dürfte die <u>Art Forum Berlin</u> am meisten profitieren Sie hatte in den ersten Jahren größere Startprobleme mit dem Konzept, hauptsächlich junge Kunst zu zeigen. Doch sie hat Dank eines guten Managements der Messegesellschaft an Profil gewonnen und kann für die 13. Veranstaltung im Herbst optimistisch sein. Der größte Gewinner wird durch die Messe-Flops in Deutschland die <u>Art Basel</u> sein, die ohnehin im deutschsprachigen Raum die Spitzenmesse ist und keine Konkurrenz im Nachbarland fürchten muß. Allerdings sind inzwischen in London international bedeutende neue Kunstmessen auf hohem Niveau entstanden, die in der Stadt genügend reiche Käufer anzieht.</p>
<p><strong>Die Art-Cologne ist die „Mutter aller Kunstmessen“</strong>. 1967 geboren, ist sie allerdings in ein Alter gekommen, daß sie ständig neue Infusionen braucht, um zu überleben. Die Art Basel hat ihr nicht nur in Europa, sondern auch durch die Art Basel Miami längst den Rang abgelaufen. Der „kölsche Klüngel“, das heißt, die um ihren Einfluß und damit Umsätze fürchtenden Galerien der Stadt, haben nicht begriffen, daß sie selbst mit der Teilnahme internationaler Konkurrenz sich selbst hätten hoch hieven können. Abschottung von der Konkurrenz hat langfristig noch nie einem Wirtschaftszweig geholfen.</p>
<p><strong>Die Querelen um das Messekonzept in Köln</strong> fanden mit der Entlassung des künstlerischen Direktors <strong>Gérard Goodrow</strong> ein Opfer; doch der Geschäftsführer der Kölner Messegesellschaft, <strong>Oliver P. Kuhrt</strong>, hat zwei Monate vor der Messeeröffnung keinen Nachfolger. Schwammig ist das Versprechen für die Messe auf deren Homepage: „Brücken in die Welt der Kunst: Dieses Bild zeichnet die ART COLOGNE 2008. Brücken zwischen den Rheinseiten; Brücken zwischen Asien und Europa, dem diesjährigen Schwerpunkt der Kunstmesse und seinem Rahmenprogramm. Die Brücken sind gebaut! Sie sind herzlich eingeladen.“</p>
<p><strong>194 Galerien haben sich angemeldet, 32 Galerien allein aus Köln</strong> und eine ganze Reihe aus der Umgebung der Stadt. Aber immerhin auch 77 Galerien aus dem Ausland, wenn auch zumeist aus den näheren Ländern wie Belgien, Luxemburg, Schweiz und Österreich. Von den angekündigten Brücken nach Asien ist wenig zu sehen. Lediglich eine Galerie aus China und zwei aus Korea haben sich angemeldet. Allerdings dürften europäische Galerien chinesische Künstler vorstellen.</p>
<p><strong>Mit der Internationalität tat sich die Art Cologne auch in anderer Hinsicht schwer.</strong> Mit der <u>„Art Cologne Palma de Mallorca“</u> wollte man im letzten Jahr der höchst erfolgreichen <u>„Art Basel Miami“</u> kopieren; doch das ging schief. Eine zweite Messe auf der Insel wird es nicht geben.</p>
<p><strong>Kunst-Messe-Termine 2008</strong></p>
<p>16. bis 20. April     Art Cologne<br />
04. bis 08. Juni     Art Basel<br />
31. Oktober bis 3. November     Art Forum Berlin</p>
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		<title>Wolf VOSTELL</title>
		<link>http://www.etage-info.de/newsblog/?p=30</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Dec 2007 14:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>

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		<description><![CDATA[ist einer der wenigen deutschen Künstler, die weltweit bekannt und in den großen Museen dieser Welt zu finden sind. Wer einmal in Berlin war, der kennt zumindest eine Skulptur von ihm, den in Beton eingegossenen Cadillac auf dem Rathenau-Platz am Beginn des Kurfürstendamms. Wolf VOSTELL war Maler und Bildhauer, aber auch einer der Pioniere des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ist einer der wenigen deutschen Künstler, die weltweit bekannt und in den großen Museen dieser Welt zu finden sind. Wer einmal in Berlin war, der kennt zumindest eine Skulptur von ihm, den in Beton eingegossenen Cadillac auf dem Rathenau-Platz am Beginn des Kurfürstendamms.</p>
<p><strong>Wolf VOSTELL</strong> war Maler und Bildhauer, aber auch einer der Pioniere des Environments, der Videokunst, des Happenings und der Fluxus-Bewegung. Er lebte und arbeitete die letzten Jahre hauptsächlich in Berlin und in Spanien. Dort ist ihm ein ganzes Museum gewidmet, das <u>Museo Vostell Malpartida de Caceres.</u> 1932 in Leverkusen geboren, starb er am 3. April 1998 in Berlin</p>
<p><strong>Am 14. Oktober wäre er 75 Jahre alt</strong> geworden. Das war Anlaß für seine Familie und Freunde sowie Galeristen und Museumsleitern, Aktionen und Ausstellungen gemäß Wolf Vostells künstlerischen Absichten zu organisieren.</p>
<p><strong>In Berlin fand ein „Fluxus-Essen&#8221;</strong> im Umspannwerk Kreuzberg statt, zu dem 100 Freunde und Wegbegleiter Vostells gekommen waren. Bei dieser Gelegenheit wurde für Berlin ein Kunstwerk, das eine Hommage an ihn ist, vorgestellt: Ein einbetonierter (Schuco-) Mercedes des Künstlers <strong>Cornel WACHTER</strong>, den er in Zusammenarbeit mit Wolf Vostells Sohn <strong>Raphael VOSTELL</strong> geschaffen hat. Vorbild ist in dem Fall nicht die Auto-Skulptur in Berlin, sondern das Beton-Auto von Wolf Vostell in Köln auf dem Hohenzollernring.</p>
<p><strong>Das Multiple, von dem 99 Exemplare</strong> hergestellt wurden, finden Sie als „aktuelles Angebot&#8221; auf dieser Homepage. Ich freue mich, daß ich mir einige Exemplare sichern konnte, habe ich doch bereits Anfang der siebziger Jahre mit Wolf Vostell zusammen gearbeitet und ihn 1972 in meiner Münchner Galerie ausgestellt. Bereits vor der Ausstellung und danach habe ich Grafik-Editionen von Vostell verlegt, die fast völlig vergriffen sind. Einige Einzelexemplare finden Sie auf dieser Homepage auf den Grafik-Seiten.</p>
<p><strong>Eine ganze Reihe von Ausstellungen</strong> gab es bereits in diesem Jahr für Wolf Vostell, unter anderem</p>
<p>in der <u>Galerie Michael WEWERKA</u>, Berlin</p>
<p>im <u>Rheinischen Landesmuseum Bonn</u> unter dem Titel „Meine Kunst der ewige Widerstand gegen den Tod&#8221;<br />
auf der <u>Cologne Fine Art</u> als Sonderausstellung „Wolf Vostell auf Straßen und Plätzen&#8221;</p>
<p><strong>Weitere Einzelausstellungen werden sein</strong></p>
<p>17.01. – 28.02. 2008<br />
<u>Galerie artis causa, Thessaloniki</u><br />
„Drawings and sculptures&#8221;</p>
<p>13.02. – 15.05.2008<br />
<u>Musée d’art contemporain Nîmes<br />
</u>„Meine Kunst ist der ewige Widerstand gegen den Tod&#8221;</p>
<p>Spätsommer 2008<br />
<u>Kölnischen Stadtmuseum<br />
</u>„Wolf Vostell- auf Straßen und Plätzen&#8221;.</p>
<p>Herbst 2009<br />
<u>Museo Reina Sofia (MNCARS), Madrid<br />
</u>Umfangreiche Retrospektive</p>
<p>Klicken Sie <a href="http://www.etage-info.de/artplus/werksverzeichnis/grafiken.php">hier</a>, um einige lieferbare Grafiken zu sehen.<br />
Informationen über weitere käufliche Werke aus dem Nachlaß erhalten Sie gerne. Fordern Sie diese mit dem <a href="http://www.etage-info.de/artplus/kontakt/">Kontaktbogen</a> an</p>
<p><strong>Nouveau Réalisme –<br />
Revolution des Alltäglichen<br />
</strong>heißt die Ausstellung die bis<br />
27.01<br />
im <u>Sprengel Museum Hannover</u> zu sehen ist.</p>
<p><u></u></p>
<p align="justify">Auch hier ist <strong>Wolf VOSTELL</strong>, der einige Zeit in Paris verbracht hatte, mit wichtigen Werken vertreten.</p>
<p><strong>CHRISTO</strong> und <strong>Martial RAYSSE</strong> sind weitere Künstler aus meinem Programm, die in der Ausstellung zu sehen sind.Nouveau Réalisme ist die wichtigste Kunstströmung der Avantgarde in der Nachkriegszeit in Frankreich. Die Bezeichnung wurde von dem Kunstkritiker <strong>Pierre RESTANY</strong> in den sechziger Jahren geprägt, der wesentlich an einem Manifest der Gruppe Nouveau Réalistes beteiligt war. Erstmals hatten europäische Künstler die schillernde Welt des Massenkonsums, der Werbung und der Unterhaltungsindustrie zur Quelle ihrer Inspirationen genutzt. Die Ausstellung im Sprengel-Museum wurde in Zusammenareit mit dem <u>Centre Pompidou,</u> Paris, organisiert.</p>
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		<item>
		<title>Künstler &#8211; Ausgezeichnet</title>
		<link>http://www.etage-info.de/newsblog/?p=39</link>
		<comments>http://www.etage-info.de/newsblog/?p=39#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 14:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgezeichnet]]></category>

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		<description><![CDATA[Anselm KIEFER, in Donaueschingen geborener Maler und Bildhauer, der am Rande der Cervennes, in der Nähe von Barjac, in Frankreich arbeitet, hat im Louvre zwischen den Räumen für Ägypten und Mesopotamien einen Treppenaufgang mit einem 14 x 4 Meter großen Bild ausgemalt. Das ist der erste Auftrag des Museums, seit es 1953 Georges BRAQUES einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><strong>Anselm KIEFER</strong>, in Donaueschingen geborener Maler und Bildhauer, der am Rande der Cervennes, in der Nähe von Barjac, in Frankreich arbeitet, hat im <span style="text-decoration: underline;">Louvre</span> zwischen den Räumen für Ägypten und Mesopotamien einen Treppenaufgang mit einem 14 x 4 Meter großen Bild ausgemalt. Das ist der erste Auftrag des Museums, seit es 1953 <strong>Georges BRAQUES</strong> einen gegeben hat. <strong>Kiefers Bild „Athanor&#8221;</strong> zeigt einen am Boden liegenden nackten Mann, der laut dem Künstler mit dem Universum verbunden ist. Über dem Körper im Zentrum des Bildes schweben Sterne und Wolken, die mit goldenen Lichtstrahlen auf den Körper zielen. Am unteren Ende des Bildes hat Kiefer Erde und andere natürliche Stoffe integriert, wie es für seine Arbeiten typisch ist. Der Titel „Athanor&#8221; ist eine Anspielung an den Ton-Brenn-ofen der Alchimisten. Die Assoziation wird durch die goldenen Farben verstärkt.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>„Nur wenige zeitgenössische Künstler</strong> haben einen so ausgeprägten Sinn für die Verpflichtung der Kunst zur Beschäftigung mit der Vergangenheit und ethischen Fragen der Gegenwart, und sind in der Lage, die Möglichkeit auszudrücken, Schuld durch menschliche Anstrengung zu tilgen&#8221;, hieß es 1999 in der Begründung für den <span style="text-decoration: underline;">Praemium Imperiale</span> der <span style="text-decoration: underline;">Japan Art Association</span> für Kiefers Lebenswerk. Dieser international ausgeschriebene Preis ist der höchst dotierteste und begehrteste.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">2007 wurden Ausstellungen von Kiefer unter anderem im Guggenheim Museum in Bilbao und im Grand Palais in Paris gezeigt. Anfang des Jahres präsentierte er außerdem eine Installation im Innenhof der Royal Academy in London. Dort hatte er zwei 16,50 Meter hohe brüchige Türme unter dem Titel „Jericho&#8221; aufgebaut, die aussahen, als wenn sie gleich zusammenbrechen würden. Sie sollten eine Metapher für Wandel, Zeit, Unsicherheit, Verfall, Erinnerung und Wiederauferstehung im biblischen Sinn sein.</p>
<p></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Kunstpreise</strong></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Den Kunstpreis Praemium Imperiale</strong> erhielten in diesem Jahr der Franzose <strong>Daniel BUREN</strong> für Malerei und der Engländer </span><span style="color: #000000;"><strong>Tony CRAIG</strong> für Bildhauerei.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Die Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit</strong> in Münster vergab ihren Förderpreis an <strong>Caroline BAYER</strong> und <strong>Theresa FRÖHLICH</strong>. Sie erhalten je 8 000 € und eine Ausstellungsmöglichkeit im <span style="text-decoration: underline;">Skulpturenmuseum Glaskasten Marl</span>.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Den Atelierpreis der Karl Hofer Gesellschaft</strong> erhält <strong>Romana SCHMALISCH</strong>. Der Preis ist mit 5 000 € dotiert. Wichtiger als der Betrag ist wahrscheinlich für die Preisträgerin, daß sie zusätzlich 4 000 € für eine Ausstellung und einen Katalog erhält. Es ist nicht die erste Auszeichnung für sie. Für ihr Projekt „Reconstructing Futures&#8221; erhielt sie unter anderem ein Filmstipendium der <span style="text-decoration: underline;">Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin</span> und eine Unterstützung als „Researcher&#8221; an der <span style="text-decoration: underline;">Jan van Eyck Akademie Maastricht</span>. Zu ihrer Werkgruppe „Reconstructing Futures&#8221; gehört eine mehrteilige, skulpturale Video-Installtion, die im August erstmalig im <span style="text-decoration: underline;">Wilhelm Lehmbruck Museum</span> gezeigt wurde, und innerhalb der Sammlung des Museums als permanente Installation in den Räumen zu sehen ist. Die Künstlerin wurde 2002 Meisterschülerin bei <strong>Prof. Katharina SIEVEKING</strong> an der <span style="text-decoration: underline;">Universität der Künste Berlin</span>.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Trotz Finanzmarktkrise, Rekordpreise in New York</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Nov 2007 14:13:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auktionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Großverdiener an der Wall Street und Hedge-Fonds-Manager hatten in den vergangenen Jahren die Preise für zeitgenössische Kunst in die Höhe getrieben. Nach den großen Verlusten, die sie teilweise durch die Hypotheken-Krise und die damit verbundenen Folgen auf die Finanzmärkte erlitten hatten, ließ Sammler hoffen und Auktionshäuser befürchten, daß die Preise auf den Herbstauktionen nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Die Großverdiener an der Wall Street und Hedge-Fonds-Manager hatten in den vergangenen Jahren die Preise für zeitgenössische Kunst in die Höhe getrieben. Nach den großen Verlusten, die sie teilweise durch die Hypotheken-Krise und die damit verbundenen Folgen auf die Finanzmärkte erlitten hatten, ließ Sammler hoffen und Auktionshäuser befürchten, daß die Preise auf den Herbstauktionen nicht neue Rekordhöhen erreichen würden. Das war ein Irrtum. </span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Die drei größten Auktionshäuser</strong> der Welt, <span style="text-decoration: underline;">Sotheby&#8217;s</span>, <span style="text-decoration: underline;">Christie&#8217;s</span> und <span style="text-decoration: underline;">Philips de Pury</span>, verzeichneten bei ihren New Yorker Versteigerungen mit 1,7 Milliarden $ einen neuen Umsatzrekord. Im Vorjahr waren 1,3 Milliarden $ umgesetzt worden. Das diesjährige Ergebnis war doppelt so hoch wie vor zwei Jahren. Die vorausgegangenen Auktionen von Impressionisten in New York waren jedoch eine Enttäuschung für die Verkäufer. </span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Europäer nutzten die Dollarschwäche</strong> für Käufe. Sie stellten fast die Hälfte der Auktionsbesucher. Wie stark sich die Eurostärke auswirkt, das konnten die Auktionsbesucher an den Umrechnungszahlen auf dem Bildschirm an der Wand bei Sotheby`s sehen, die außer in Dollar die Preise in britischem Pfund, Schweizer Franken, Japanischen Yen und Hongkong-Dollar angaben. Der Zwischenstand von 34.500.000 $ für ein Bild des Engländers <strong>Francis Bacon</strong> bedeutete nur 23.504.850 €. Es war das teuerste Bild an dem Abend. Es wurde letztlich für 45,9 Millionen (inklusive 12 % Provisionsaufschlag) verkauft. </span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Zum teuersten lebenden Maler</strong> wurde bei der Auktion der Amerikaner <strong>Jeff Koons</strong>, dessen Bild „Hanging Heart&#8221; für 23,6 Millionen $ den Besitzer wechselte. Bisher war der Engländer <strong>Damion Hirst</strong><strong>Mit Impressionisten hatte Sotheby&#8217;s 1990</strong> einen Auktionsrekord erzielt. Bei den diesjährigen Herbst-Auktionen war das Ergebnis desillusionierend. Das <strong>van Gogh</strong>-Bild „Weizenfelder&#8221; fand  bei einem Schätzpreis von 28 bis 35 Millionen $ keinen Bieter. Das ähnlich hoch geschätzte Bild von <strong>Picasso</strong> „La lampe&#8221; , <strong>Renoirs</strong> „Enfant assis en robe bleue&#8221; (früher im Besitz von <strong>Greta Garbo</strong>) und <strong>Braques</strong> „L&#8217;echo&#8221; fanden ebenfalls keinen Käufer. </span> der teuerste Maler.</p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Für mich ist das nicht so überraschend</strong>; denn die Auktionshäuser hatten in den vergangenen Jahrzehnten &#8211; teilweise mit Absprachen untereinander &#8211; die Preise für Impressionisten hochgejubelt. Das extremste Beispiel dafür ist der Verkauf von van Goghs „Sonnenblumen&#8221;, das damals mit 86 Millionen $ bei einer Sotheby&#8217;s-Auktion zum teuersten Bild der Welt wurde. Hinterher kam heraus, daß der Bildverkauf nach Japan mit einem Kredit von Sotheby&#8217;s finanziert worden war &#8211; und der Kredit vom Käufer nicht getilgt werden konnte. </span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Der  van Gogh war also unverkauft</strong> geblieben, heizte aber die Preise aller Impressionisten an. Leute, die wenig von Kunst verstanden, aber viel Geld hatten, stürzten sich à la mode auf die farbenfreudigen und dekorativen Bilder. Das konnte nicht gut gehen. <strong>Selbst ein Gauguin aus einer berühmten Sammlung</strong> der Familie <strong>Whitney</strong>, blieb jetzt von den Preiseinbrüchen nicht verschont. Das Bild von 1892 „Te poipoi (le matin)&#8221;, eins seiner ersten Bilder aus Tahiti, wurde auf 40 bis 60 Millionen $ geschätzt, fand aber nur einen Bieter. Der Chinese <strong>Joseph Lau</strong> aus Hongkong erwarb es für nur 35 Millionen $. Einst, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, hatte <strong>Joan Whitney Payson</strong> dafür 33.000 $ bezahlt, und es in die mit ihrem Bruder <strong>John Hay</strong> aufgebaute Sammlung integriert. Joans  Tochter <strong>Payne Middleton</strong> hatte das Bild für die Familie zur Auktion an Sotheby&#8217;s gegeben. In einem Interview erzählte sie, wie sie und andere Kinder der Familie mit berühmten Bildern aufgewachsen sind, ohne viel über diese zu wissen. So passierte es, daß die Kinder ihrer Schwester einen Picasso als Dart-Scheibe benutzten (Financial Times, London 93.11.07). </span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Deutsche Künstler der Moderne</strong> erreichten ebenfalls nicht die Schätzpreise. <strong>Franz Marcs</strong> „Wasserfall&#8221; brachte nur 18 Millionen  (Schätzpreis 20-30 Millionen $), <strong>Lyonel Feiningers</strong> „Grüne Brücke&#8221; 9 Millionen (12,5-15 Millionen $). Allerdings war das Bild 2001 bei Christie&#8217; s in London für nur 3,4 Millionen verkauft worden. <strong>Auf Chinesen, Inder, Russen und Araber</strong> setzen die Auktionshäuser ihre Hoffnungen, seit die Großverdiener der Finanzwelt vorläufig wohl als Käufer ausfallen. Denn in deren Ländern ist jeweils eine Schicht der Superreichen zu finden, für die Kunstkauf eine Prestigefrage ist. Deshalb boomt der Kunstmarkt auch in diesen Ländern. Daß der Gaugin an einen Hongkong-Chinesen ging, ist ein Zeichen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Das Pariser Auktionshaus <span style="text-decoration: underline;">Artcurial</span></strong> hat gerade ein Joint Venture in China mit dem chinesischen Medienkonzern <span style="text-decoration: underline;">Sun Media</span> gegründet. In Dubai entstehen Museen mit ausländischen Partnern wie dem <span style="text-decoration: underline;">Louvre</span>. Diese Entwicklungen lassen die Auktionatoren optimistisch bleiben (Quellen: Financial Times, London 03./17.11.07 / Frankfurter Allgemeine 10.11.07 / Internetrecherchen bei den Auktionshäusern).</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><br />
</span></p>
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		<title>Dr. Jörg RAACH: Berliner Museen</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jul 2007 12:12:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher & Kataloge]]></category>

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		<description><![CDATA[Ohne einen Museumsführer bin ich selbst als Berliner, der an Kunst und Kultur allein schon aus beruflichen Gründen interessiert ist, ziemlich hilflos; denn nach der Wiedervereinigung sind Sammlungen in Ost- und West-Berlin zusammengelegt, verlagert oder neu hinzugekommen. Beispiele sind für moderne Kunst das Museum Berggrün mit der Sammlung seines Stifters Heinz Berggrün, in dem unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne einen Museumsführer bin ich selbst als Berliner, der an Kunst und Kultur allein schon aus beruflichen Gründen interessiert ist, ziemlich hilflos; denn nach der Wiedervereinigung sind Sammlungen in Ost- und West-Berlin zusammengelegt, verlagert oder neu hinzugekommen. Beispiele sind für moderne Kunst das <u>Museum Berggrün</u> mit der Sammlung seines Stifters Heinz Berggrün, in dem unter anderem herausragende Arbeiten von <span style="color: blue">Henri Matisse, Pablo Picasso, Paul Klee</span> und <span style="color: blue">Alberto Giacometti </span>zu finden sind, wie der Neubau der <u>Berlinischen Galerie</u>, in der zeitgenössische Kunst (Malerei, Grafik Skulpturen, Multimedia, Fotografie und Architektur) aus Berlin gesammelt sind.</p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://www.etage-info.de/newsblog/wp-content/uploads/joerg_raach_-_museumsfuehrer_umschlag.jpg" title="joerg_raach_-_museumsfuehrer_umschlag.jpg"><img src="http://www.etage-info.de/newsblog/wp-content/uploads/joerg_raach_-_museumsfuehrer_umschlag.thumbnail.jpg" alt="joerg_raach_-_museumsfuehrer_umschlag.jpg" /></a><strong>Der Museumsführer Berlin ist jetzt neu erschienen</strong>. Der Autor <span style="color: blue">Dr. Jörg Raach</span> hat die Sammlungen von 175 Museen kurz beschrieben und darin auf weitere Ausstellungsorte hingewiesen. Wie die vorige Ausgabe empfehle ich diesen Museumsführer Berlinern und Touristen, vor allem auch ausländischen; denn der deutsche Text ist komplett ins Englische übersetzt.<br />
<o></o><br />
<strong>Aktuelle Ausstellungen in den Berliner Museen </strong>beschreibt Raach im Internet. (<a href="http://www.berliner-kulturbrief.de/" class="moz-txt-link-abbreviated">www.berliner-kulturbrief.de</a>). Wichtigstes Thema in der Juli-August-Ausgabe sind „Die schönsten Franzosen aus New York“, nämlich 150 französische Meisterwerke des 19. Jahrhunderts aus dem <u>Metropolitan Museum of Art,</u> New York, die in der <u>Berliner Nationalgalerie</u> bis zum 10. Oktober gezeigt werden (siehe auch hier im Newsblog unter Ausstellungen).<br />
<o></o><br />
<span style="color: blue">Dr. Jörg RAACH:</span> <span style="color: blue">Berliner Museen / Museums of Berlin</span>. Die wichtigsten Museen der Stadt / The Most Important Museums of the Town. LH-Verlag Berlin, 120 S., Format 21,5 x 11,7 cm, zahlreiche Abbildungen, Übersichtskarte und viele praktische Hinweise 9,80 € (zum Bestellen siehe Internet-Seite: Kunst-Angebote „<a href="http://www.etage-info.de/artplus/werksverzeichnis/buecher_kataloge.php#R">Bücher &amp; Kataloge</a>“).</p>
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		<title>„Aktien an der Wand&#8221;,</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2007 10:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auktionen]]></category>

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		<description><![CDATA[wie Kunstwerke häufig genannt werden, haben einen Vorteil gegenüber den Aktien im Depot. Wenn die Preise verfallen, aus der Hausse eine Baisse wird, kann der Besitzer von Aktien an der Wand sich wenigstens über die Kunstwerke freuen. Etwas anderes haben gegenwärtig beide Anlagen gemeinsam: Die explodierenden Preise sind nicht mehr nachvollziehbar. Man könnte vielleicht auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wie Kunstwerke häufig genannt werden, haben einen Vorteil gegenüber den Aktien im Depot. Wenn die Preise verfallen, aus der Hausse eine Baisse wird, kann der Besitzer von Aktien an der Wand sich wenigstens über die Kunstwerke freuen. Etwas anderes haben gegenwärtig beide Anlagen gemeinsam: Die explodierenden Preise sind nicht mehr nachvollziehbar. Man könnte vielleicht auch vermuten, es gibt zu viele Leute, die zuviel Geld haben oder verdienen und nicht wissen, was sie dafür kaufen sollen.</p>
<p><strong>Die Rekorde bei den Auktionen zeitgenössischer Kunst in</strong> New York signalisieren, dass es immer mehr dieser Superreichen gibt, die alles haben und ihr Prestige gegenüber anderen Superreichen nur erhöhen können, wenn sie etwas kaufen, was für andere dann nicht mehr erschwinglich ist, nämlich Kunst. Und die kann man noch seinen Freunden und Bekannten zeigen, während die Millionen Dollar teure Yacht im Hafen einer Karibikinsel oder einer Bucht an der Cote d&#8217;Azur kaum einer sieht, den man beeindrucken möchte.</p>
<p><strong>Die großen Drei unter den Auktionshäusern</strong>, <u>Sotheby&#8217;s, Christie&#8217;s und Phillips de Pury &amp; Co.</u> erreichten bei ihren Mai-Auktionen für viele Künstler Rekordpreise und damit Rekordumsätze. 65 von 74 Losen verkaufte Sotheby&#8217;s für 255 Millionen Dollar, 74 von 78 Losen Christie&#8217; s für 385 Millionen Dollar und Phillips de Pury, überwiegend ganz junge Kunst anbietend, 68 von 74 Losen für 33,3 Millionen Dollar.</p>
<p><strong>Der teuerste deutsche Künstler, Gerhard Richter,</strong> verzeichnete einen neuen Höchstpreis. Das aus der Sammlung <strong>Frieder Burda</strong> stammendes Werk „Abstraktes Bild&#8221; von 1992 wurde bei 5,5 Millionen Dollar zugeschlagen; der Schätzpreis lag bei 3 bis 4,5 Millionen Dollar. Da ist der neue Star am deutschen Kunsthimmel, <strong>Daniel Richter</strong>, der wie viele der jungen Aufsteiger in Leipzig Bilder bereits vor der Fertigstellung verkauft, fast billig. 700.000 Dollar wurden für ein Bild aus dem Jahr 2002 gezahlt; der Schätzpreis lag bei 350.000 bis 400.000 Dollar (siehe unter Ausstellungen).</p>
<p><strong>Naturgemäß wurden die höchsten Preise für Werke</strong> von amerikanischen Künstlern erzielt. <strong>Mark Rothko</strong> wurde zum teuersten zeitgenössischen Künstler. Für das 205,8 x 141 cm große Bild „White Center (Yellow, Pink, and Lavender on Rose&#8221;, grob gesagt ein abstraktes Gemälde aus dem Jahr 1950, wurde bei einem Schätzpreis von 40 Millionen Dollar für 65 Millionen Dollar verkauft. Der Käufer muß zusätzlich ein Aufgeld knapp 8 Millionen Dollar zahlen.</p>
<p><strong>Wer bei einer Auktion unbedingt ein Werk kaufen will,</strong> muß sich deutlich bemerkbar machen. Der Erfolg ist für einen Telefonbieter nicht immer garantiert, zeigte sich am 24. Mai bei der Versteigerung Moderner Kunst beim <u>Auktionshaus Neumeister</u> in München. Im Saal saßen lediglich 60 bis 70 Interessierte, von denen vielleicht ein Dutzend Gebote abgaben. 12 Mitarbeiterinnen Neumeisters saßen am Rande und betreuten telefonisch Bieter. Einer hatte besonderes Pech.</p>
<p style="font-size: 10pt; line-height: normal; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif"><a href="http://www.etage-info.de/newsblog/wp-content/uploads/riley-neumeister.jpg" title="Bridget RILEY “Byzantium”"><img src="http://www.etage-info.de/newsblog/wp-content/uploads/riley-neumeister.jpg" alt="Bridget RILEY “Byzantium”" /></a><br />
<strong>Bridget RILEY</strong> &#8220;Byzantium&#8221;. Das Gemälde von 1969 im Format 165 x 370 cm brachte mit 1,32 Millionen € den höchsten Preis der Neumeister Auktion in München</p>
<p><strong>Als es um das Highlight der Auktion ging,</strong> ein großformatiges Bild der britischen Künstlerin <strong>Bridget Riley</strong>, das mit 600.000 bis 700.000 € geschätzt war, fiel der Hammer bei 1.320.000 € &#8211; und ein ausländischer, extrovertierter Bieter atmete auf. Es kam der leise Protest einer Telefonistin des Hauses, deren Gesprächspartner noch mehr bezahlten wollte; doch die Nachricht war bei der Versteigerin nicht angekommen. Alle Einwendungen des nicht anwesenden Bieters über die Telefonistin halfen nichts. Der Hammer war gefallen. Riley, deren Kunst der Op-art zugerechnet wird, hat mit dem Auktionsergebnis einen neuen Rekordpreis erzielt. Sie lebt und arbeitet in London, ist auch in Deutschland hoch geschätzt. So ist sie auch seit 2004 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.</p>
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		<title>Daniel RICHTER</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2007 10:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>

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		<description><![CDATA[in der Hamburger Kunsthalle vom 4. Mai bis 5. August (siehe unter Auktionen 21.05.2007).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>in der Hamburger Kunsthalle vom 4. Mai bis 5. August (siehe unter Auktionen 21.05.2007).</p>
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		<title>Neo RAUCH,</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2007 10:05:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ky</dc:creator>
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		<description><![CDATA[dessen in den nächsten Jahren noch zu malenden Bilder bereits verkauft sind, im Metropolitan Museum, New York, bis 23. September, geöffnet täglich außer montags von 9.30 bis 17.00 Uhr, freitags und samstags bis 21.00 Uhr. Der Eintrittspreis für das Museum ist mit 20 Dollar pro Person zwar happig, aber in New York sind diese Preise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>dessen in den nächsten Jahren noch zu malenden Bilder bereits verkauft sind, im Metropolitan Museum, New York, bis 23. September, geöffnet täglich außer montags von 9.30 bis 17.00 Uhr, freitags und samstags bis 21.00 Uhr.</p>
<p><u>Der Eintrittspreis für das Museum ist mit 20 Dollar pro Person zwar happig, aber in New York sind diese Preise generell nur empfohlene Richtpreise &#8211; der Besucher entscheidet selbst, wie viel er bezahlen will. Es kann also auch ein halber Dollar sein, Hauptsache es wird irgendetwas bezahlt!</u></p>
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